Strategie
Agentur, Freelancer oder Inhouse: Wer soll deinen Content machen?
Freelancer für einzelne Formate, Agentur für mehrere Kanäle, eigenes Team ab täglichem Content: ein ehrlicher Vergleich und fünf Fragen, die entscheiden.
· 5 Minuten Lesezeit · MAD MIRROR STUDIOS
Die kurze Antwort: Ein Freelancer ist die beste Wahl für ein einzelnes, klar umrissenes Format, eine Agentur für mehrere Kanäle, die wie eine Marke aussehen sollen, und ein eigenes Team, sobald jeden Tag Content entsteht. Die meisten Unternehmen landen bei einer Mischung aus Partner und eigenen Leuten. Vorweg: Wir sind eine Agentur und schreiben diesen Vergleich trotzdem so ehrlich, wie wir ihn im Erstgespräch führen. Manchen Anfragen raten wir zu einem Freelancer, und bei Kunden mit eigenem Team übernehmen wir oft nur die Produktion. Die falsche Besetzung kostet mehr als jede Tagesgage: liegengebliebene Posts, Filme, die niemand nutzt, Monate, in denen nichts passiert.

Freelancer: schnell, nah, begrenzt
Ein guter Freelancer ist für ein klar umrissenes Format unschlagbar: ein Fotoshooting, ein Eventvideo, ein Reel pro Woche. Du sprichst direkt mit der Person, die die Arbeit macht, Entscheidungen fallen in Minuten, und die Kosten sind transparent. Die Grenzen zeigen sich, wenn mehrere Disziplinen zusammenkommen. Film, Fotos, Design, Website und Anzeigen von fünf verschiedenen Leuten sehen selten aus wie eine Marke, und du wirst zur Projektleitung, die alle koordiniert. Dazu kommt die Verfügbarkeit: Die beste Fotografin der Insel ist im Juli ausgebucht, und krank sein darf sie auch nicht.

Agentur: ein Ansprechpartner, ein Standard, ein Preis
Eine Agentur verkauft im Kern Verantwortung. Du hast einen Ansprechpartner für alles, die Formate greifen ineinander, und wenn jemand ausfällt, ist das das Problem der Agentur, nicht deins. Dafür zahlst du für Struktur: Projektleitung, Abstimmungen, Puffer. Das lohnt sich, wenn mehrere Kanäle gleichzeitig bespielt werden, wenn Marke und Wiedererkennbarkeit zählen, oder wenn intern niemand die Zeit hat, Produktion zu steuern. Es lohnt sich nicht für ein einzelnes Video im Jahr, und es lohnt sich nicht, wenn die Agentur jede Kleinigkeit über drei Stufen laufen lässt. Frag deshalb vor dem Vertrag, wer am Set steht und wer schneidet. Bei uns sind das dieselben Leute, die auch die Strategie machen: ein kleines Team mit vielen Expertisen und einem starken Netzwerk, ohne Übergaben.
Wie das über Jahre aussieht, zeigt Vanilla Beach auf Ibiza: 2023 der Brand Film, 2026 die Website in fünf Sprachen mit Online-Reservierung und die Social-Media-Betreuung. Die Social-Media-Arbeit brachte über 500.000 Impressionen in 60 Tagen, und im zweiten Monat kosteten 1.000 Impressionen 20 % weniger als im ersten. Der Vorteil: Film, Website und Kanäle sprechen dieselbe Bildsprache, und kein neuer Dienstleister fängt bei null an.

Inhouse: die beste Wahl ab täglichem Bedarf
Ein eigenes Content-Team kennt das Unternehmen, ist jeden Tag da und kann innerhalb einer Stunde reagieren. Für Marken, die täglich posten, Community betreuen und Live-Momente brauchen, ist das durch nichts zu ersetzen. Die Rechnung dahinter: Gehälter, Equipment, Software, Weiterbildung und die Tatsache, dass eine Person selten gleichzeitig gut filmt, schneidet, fotografiert, designt und Anzeigen steuert. Inhouse-Teams sind stark im Alltag und schwach bei großen Produktionen, die zweimal im Jahr anfallen. Genau dort holen sie sich Verstärkung.
Die Mischform, die am häufigsten funktioniert
In der Praxis sieht die beste Lösung bei den meisten unserer Kunden gleich aus: ein fester Partner für Strategie, Brand Film, Kampagnen und Website, eine Person im Haus für Alltag, Community und schnelle Stories, und punktuell Freelancer für Spezialaufgaben wie Drohne, Food-Fotografie oder Sprachaufnahmen. Der Partner liefert die Formate und Vorlagen, das interne Team hält den Rhythmus, und die Marke bleibt aus einem Guss. Bei Hotels und Beach Clubs auf Ibiza heißt das: Das Team vor Ort postet Stories aus dem Betrieb, der Partner liefert Brand Film, Fotos und den Reel-Vorrat für die Saison.
Fünf Fragen, die die Entscheidung treffen
Wenn du nicht weißt, welches Modell passt, beantworte diese fünf Fragen schriftlich. Die Antworten zeigen es meistens von selbst.
- Wie viele Inhalte entstehen pro Woche, und wie viele davon brauchen Kamera und Schnitt?
- Wer entscheidet intern, und wie viel Zeit hat diese Person für Abstimmungen?
- Wie viele Kanäle und Sprachen müssen gleichzeitig bedient werden?
- Was passiert, wenn die eine Person ausfällt, die alles macht?
- Wer trägt die Verantwortung, wenn eine Kampagne nicht funktioniert, und wer analysiert, warum?
Häufige Fragen
Ist eine Agentur immer teurer als ein Freelancer?
Pro Stunde ist eine Agentur meistens teurer als ein Freelancer, pro fertigem Ergebnis nicht unbedingt. Wer drei Freelancer koordiniert, Nacharbeiten bezahlt und Formate zweimal anpassen lässt, landet oft über dem Agenturpreis. Vergleiche deshalb den Preis für das fertige Ergebnis, nicht den Tagessatz.
Arbeitet ihr auch mit bestehenden Inhouse-Teams zusammen?
Ja, bei Hotels, Restaurants und Beach Clubs ist das sogar der Normalfall: Das Team vor Ort macht Stories und Community, wir liefern Brand Film, Fotoproduktion, Kampagnen und die Vorlagen, mit denen das Team weiterarbeitet.
Woran erkenne ich eine Agentur, die liefert?
Eine Agentur, die liefert, erkennst du an drei Dingen: Die Menschen aus dem Pitch stehen später auch am Set. Es gibt einen Festpreis für das Ergebnis statt offener Stundenkonten. Und die Referenzen zeigen Arbeiten aus deiner Branche oder deinem Markt, mit Namen, nicht nur mit Bildern.
Ab wann lohnt sich ein eigenes Content-Team?
Ein eigenes Content-Team lohnt sich, sobald an jedem Arbeitstag Inhalte entstehen müssen, die Nähe und Tempo brauchen: Community-Antworten, Stories aus dem Betrieb, Live-Momente. Bis dahin ist ein fester externer Partner mit klaren Lieferterminen meist günstiger und verlässlicher.
Arbeitet ihr vor Ort auf Ibiza und in Barcelona?
Ja: In Barcelona leben und arbeiten wir, auf Ibiza sind wir in der Saison regelmäßig vor Ort, für feste Kunden mehrmals, und nach Mallorca und Menorca kommen wir für Drehs. Betreuung auf Deutsch, Englisch und Spanisch, Content in jeder Sprache.
